Gehörlosentrainings - Warum?

 

 

Hallo liebe Seminarteilnehmer, Follower und Interessierte!

 

 

Zuerst möchten wir uns für das positive Feedback bedanken, das wir für die Idee, unsere Seminare auch für Gehörlose und hochgradig Schwerhörige anzubieten, erhalten. Gleichzeitig möchten wir auch auf die ersten Fragen eingehen, die wir immer wieder in diesem Zusammenhang erhalten: "Warum gerade die Schwerhörigen? - Wie seid ihr darauf gekommen?"

Im Falle von Daniel Mohr, ist der Fokus und die Beziehung zu Gehörlosen und Schwerhörigen schon immer Teil des Familienlebens gewesen. Mein Bruder ist von Geburt an hochgradig Schwerhörig und blind - Folgen einer extremen Frühgeburt. 

Somit lernte ich schon als Kind den Umgang mit Blinden und Schwerhörigen, von den verschiedenen Arten der Kommunikation, bis hin zu dem Angebot an Freizeit-, Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

 

Hinzu kamen die Erfahrung als Betreuer von Kindern mit unterschiedlichen Behinderungen, als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei wöchentlichen Treffen und auf verschiedenen Freizeitfahrten, die vom Caritasverband organisiert wurden.

 

Ob während der Schulzeit, des Studiums oder meiner beruflichen Tätigkeiten, stets war ich in die Entwicklung meines Bruders und seinen Möglichkeiten, am täglichen Leben teilzunehmen, involviert.

Somit war es für mich eine Selbstverständlichkeit und gleichzeitig ein persönliches Anliegen mein Know-how und das, was ich Anderen mitgeben möchte, auch Gehörlosen und hochgradig Schwerhörigen zukommen zu lassen.

 

Bei mir, Marion Masholder, ist es ähnlich gelagert. Meine Schwägerin ist im Kleinstkindsalter durch eine Krankheit gehörlos geworden. Ich kenne sie nun schon seit fast 40 Jahren und habe viel Kontakt zu ihren gehörlosen bzw. hochgradig schwerhörigen Freunden und Bekannten. In den Gesprächen und im täglichen Erleben habe ich immer wieder mitbekommen, wie wichtig es für sie ist, das eigene Leben so gut wie möglich selbstständig zu meistern. 

 

Dennoch gab es im Laufe dieser Jahre sehr viele kleine und große Dinge, wo sie auf die Unterstützung Dritter angewiesen war. Gern habe ich ihr und ihrem Mann bzw. den Freunden hilfreich zur Seite gestanden. Allzu oft habe ich beobachtet, dass Gehörlose viel zu wenig Selbstbewusstsein haben und sich sehr schnell mit ihren Anliegen zurückziehen.

 

Durch unser Angebot an diesen Personenkreis erhoffe ich mir, dass wir einen großen Teil dazu beitragen können, um sie bei der Erreichung ihrer individuellen persönlichen oder beruflichen Ziele bestmöglich zu unterstützen.

 

Herzliche Grüße 

Daniel Mohr & Marion Masholder

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