Motivation 2017

 

 

Wir haben Mitte Februar, also ist es Zeit, über die Vorsätze, die wir für dieses Jahr beschlossen haben, nachzudenken. 

 

Dieser Beitrag soll sich nicht mit den üblichen Gedanken beschäftigen, wie Sie Ihre Neujahrsvorsätze konsequent und hartnäckig weiter umsetzen können. Auch nicht, wie Sie es schaffen, den inneren Schweinehund zu überwinden. 

 

Nein.

 

Einladung

Ich möchte Sie alle dazu einladen, das Scheitern zu wiederholen. Ich möchte Sie dazu einladen, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und das Nichteinhalten der Neujahrsvorsätze aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Wenn wir einen durchschnittlichen Neujahrsvorsatz betrachten, dann hält dieser circa 4-6 Wochen, abhängig davon, was man sich vorgenommen hat. Nicht umsonst werden im Januar die meisten Anmeldungen in Fitnessstudios, Tanz- und Sprachschulen, Malkursen usw. vorgenommen. Ebenfalls ist, (statistisch gesehen und die Ernährung betreffend) der Januar der gesündeste Monat im Jahr. Kommt Ihnen das bekannt vor?

 

Und dann wird ab Mitte Februar das Scheitern angeprangert. Wir sind jedoch in bester Gesellschaft, denn mehr als 90 % der Jahresvorsätze enden spätestens zu dieser Zeit.

Nun kann man sich darüber den Kopf zerbrechen und sich fest vornehmen, im nächsten Januar so richtig durchzustarten - oder das zu betrachten, was man geschafft hat - und es wiederholen.

 

Warum Vorsätze?

Die meisten Vorsätze werden nämlich aus zwei Gründen beschlossen: 

Erstens, weil es Tradition ist, sich in der Silvesternacht etwas für das neue Jahr vorzunehmen und zu wünschen.

Zweitens, weil die Silvesternacht eine Grenze symbolisiert. Etwas Altes geht zu Ende, etwas Neues beginnt. Man verabschiedet sich vom alten Jahr und hofft, dass das neue Jahr besser oder zumindest genauso gut wird.

Welche Gründe auch immer jemand hat, das Ergebnis ist, dass er statistisch gesehen die nächsten 4-6 Wochen des neuen Jahres besser, effektiver, glücklicher oder gesünder lebt als z.B. in den 4-6 Wochen ab Anfang September.

Auf zehn Jahre gerechnet sind das 10-15 Monate, die man zum Teil so lebt, wie man es sich vorgenommen hat. Das ist im Durchschnitt ein Jahr. Ein Jahr gesunder Ernährung, ein Jahr mit regelmäßigem Sport, ein Jahr mehr Zeit mit der Familie und so weiter und so fort.

Wenn Sie jemand nun fragen würde, ob Sie Lust hätten, in naher Zukunft sich ein Jahr lang mit Ihren Hobbys, mit Sport oder Familie zu beschäftigen oder mit irgendetwas anderem, dass Ihnen Spaß macht, würden Sie dann bejahen? Ich denke, das würden die meisten tun.

Fangen wir also an, die gescheiterten Neujahrsvorsätze  als einen Teil von etwas großem Ganzen, das uns guttut zu verstehen. Seien wir also nicht deprimiert oder frustriert darüber, dass wir es mal wieder nicht geschafft haben, sondern freuen wir uns darüber, dass wir es geschafft haben, ein Zwölftel des Jahres besser zu leben. 

 

Und während wir uns so darüber freuen, fragen wir uns Folgendes:  

Wie können wir diese Motivation, diese Kraft, die wir am Anfang des Jahres haben, multiplizieren? Wie schaffen wir es, die Last, ein ganzes Jahr etwas durchzuhalten zu reduzieren, uns den Druck zu nehmen, eine so lange Zeit durchzuhalten. 

Hier meine Lösung:

 

Die Lösung 

Meine Neujahrsvorsätze heißen Neumonatsvorsätze. Betrachten Sie den Beginn eines neuen Monats als Chance, sich für diesen Monat etwas vorzunehmen. Dabei profitieren Sie gleich von mehreren Vorzügen.

 

1. Sie müssen nicht eine Sache komplett zwölf Monate durchhalten. 

2. Sie können sich jeden Monat etwas anderes vornehmen und so Abwechslung erhalten

    und sich sogar darauf freuen, sich nächsten Monat etwas neues vorzunehmen.

3. Selbst wenn Sie es nur die Hälfte der Zeit durchgehalten haben und jeden Monat zwei Wochen    

    Ihren Neumonatsvorsatz umsetzen, sind es in einem Jahr sechs Monate!

 

Auf unsere, oben genannten zehn Jahre gesehen, sind es fünf Jahre! Fünf Jahre, in denen Sie eine bessere Version von Ihnen selbst gelebt haben. Fünf Jahre, in denen Sie glücklicher und erfolgreicher gelebt haben. 

 

PERSONALETICS-Tipp

Und jetzt kommt mein Profi-Tipp: Meine Neumonatsvorsätze ergänze ich durch Neuwochenvorsätze.

Ich plane meine Woche immer grob sonntagabends oder Montagfrüh. Für eine Woche habe ich dann einen Slogan, ein Motto oder etwas, das ich diese Woche besonders beachten möchte. Das kann ein gesunder Smoothie am frühen Morgen sein, oder, dass ich diese Woche keine Chips am Abend, sondern ein bisschen Rohkost esse. In einer anderen Woche ist es einfach mehr Gelassenheit im Straßenverkehr - ein Vorsatz, den ich eine Woche durchhalten kann, einen ganzen Monat aber… unmöglich. :D

Auf diese Weise nutze ich die Grenze einer beginnenden neuen Woche und die psychologischen Hebelwirkungen einer Silvesternacht, um Neues zu beginnen. So kann ich mich jede Woche auf eine neue Kleinigkeit fokussieren. Vieles überlebt eine Woche nicht, manche Dinge aber durchaus. Das Ziel ist natürlich, diese „Kleinigkeiten“ nicht nur eine Woche, sondern so lange wie möglich durchzuhalten.

Aber das spielt eigentlich keine Rolle. Fakt ist, dass ich durch diesen Trick die Auswirkungen eines Neujahrsvorsatzes von 4-6 Wochen, auf über 7 Monate ausdehnen kann. 

 

Ein zusätzlicher Effekt ist, dass ich mir zum Beispiel schon am Freitag, Samstag oder Sonntag ohne schlechtes Gewissen eine Pause gönnen kann, weil ich die anderen Tage so gut durchgehalten habe. 

Damit wandle ich Frustration in Faszination und schlechte Laune in Zufriedenheit um. So werden Selbstzweifel zu einer großen Portion Selbstbewusstsein, so viel Zeit in einem Jahr besser und erfolgreicher gelebt zu haben.

Probieren Sie es aus, es lohnt sich. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg, Spaß und vor allem die Leichtigkeit, Ihr Leben so zu gestalten, wie Sie es möchten.

 

Viel Spaß bei der Umsetzung, 

Ihr Daniel Mohr

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